Zeitgleich mit dem Brustkrebsmonat Oktober veröffentlichte die Stanpa Foundation eine Studie, die untersucht, wie Selbstfürsorge und die Nutzung sozialer Medien emotionale Unterstützung bieten können. Die Studie zeigt, dass Kosmetik und digitale Kommunikation dazu beitragen, das Selbstwertgefühl und das Selbstbild von Frauen mit Krebs zu stärken.
Die Studie ist Teil der Doktorarbeit von Nuria Cuenca Octavio, Leiterin der Kommunikationsabteilung der Stiftung, mit dem Titel „Der positive Einfluss von Kosmetik und Social-Media-Nutzung auf Frauen mit Krebs: Selbstausdruck als Katalysator für Selbstwertgefühl“. Ihren Ergebnissen zufolge bieten digitale Umgebungen einen sicheren Raum, um Emotionen auszudrücken, Erfahrungen auszutauschen und soziale und emotionale Netzwerke aufzubauen, die das Wohlbefinden fördern.
Schlüssel zur Forschung und sozialen Reichweite

Die Arbeit beschreibt, wie Selbstausdruck auf Social-Media-Plattformen als Motor innerer Veränderung wirkt: Er fördert Akzeptanz, verringert Isolation und stärkt gegenseitige Unterstützung. Die aktive Teilnahme an digitalen Gemeinschaften trägt dazu bei, Bindungen zu festigen und Vertrauen aufzubauen und kann dazu beitragen, die Sätze zu verändern, die Frauen nicht mehr zu sich selbst sagen sollten.
Das Veröffentlichen persönlicher Fotos erzeugt bei den Teilnehmerinnen ein Gefühl der Befreiung und Stärkung. Diese Sichtbarkeit normalisiert körperliche Veränderungen und lädt andere Frauen ein, sich in den geteilten Bildern wiederzuerkennen und sich unterstützt zu fühlen.
Selbstdarstellung und der Spiegeleffekt in der Gemeinschaft
Wie Octavio Cuenca betont, beeinflusst das Aufnehmen und Teilen von Selfies nicht nur die Person, die sich zeigt, sondern auch diejenigen, die die Bilder betrachten und sich damit identifizieren. Diese Dynamik erzeugt emotionale Verstärkung und Empathie, die sowohl das eigene Selbstwertgefühl als auch das anderer beeinflusst.
Gemeinsame Zeugnisse und visuelle Erzählungen tragen dazu bei, Stigmata abzubauen und die Erwartungen an das Aussehen von Krebspatienten zu verändern. Aus dieser Perspektive wird die digitale Kommunikation zu einem ergänzenden Instrument der traditionellen Gesundheitsversorgung.
Unterstützungsprogramme und Selbstfürsorge-Workshops
Die Forschung unterstützt Initiativen wie „Look Good, Feel Better“ der Stanpa-Stiftung, die darauf abzielt, das Selbstwertgefühl während der Krebsbehandlung zu stärken. In diesem Rahmen bieten praktische Hautpflege- und Make-up- Workshops konkrete Hilfestellungen für den Umgang mit Veränderungen des Aussehens.
Diese Sitzungen, die sich an kleine Gruppen richten, werden in der Regel von onkologischen Teams vermittelt und von anderen medizinischen Fachkräften unterstützt. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht eine umfassende Unterstützung , die auf emotionale Bedürfnisse und das Körperbild eingeht.
Verlässliche Informationen und stigmafreie Kommunikation
Die Studie unterstreicht, wie wichtig es für Patienten ist, Zugang zu fundierten und verifizierten Informationen über nicht-medizinische Aspekte ihrer Erkrankung zu haben. Wissenschaftlich validierte Plattformen und Institutionen wie die Stanpa-Stiftung und Fachverbände bieten verlässliche Informationen , die in Beratungsgesprächen oft zu kurz kommen und für alltägliche Entscheidungen unerlässlich sind.
Um diesem Bedarf gerecht zu werden, entwickelt die Stiftung einen Leitfaden für verantwortungsvolle Kommunikation mit Krebspatienten. Dieser enthält Richtlinien für eine inklusive, klare und vorurteilsfreie Sprache. Das Dokument integriert die wichtigsten Erkenntnisse der Dissertation und bietet Unternehmen und der Gesellschaft praktische Instrumente für eine bessere Kommunikation und unvoreingenommene Unterstützung.
Insgesamt lässt die Studie darauf schließen, dass die Kombination aus Selbstfürsorge, Unterstützungsnetzwerken und Zugang zu verlässlichen Informationen das Wohlbefinden von Frauen mit Krebs fördert, ihre Erfahrung normalisiert und die verfügbaren Ressourcen zur Bewältigung des Prozesses erweitert.